Digitale Kameratechnik und Internet-Kommunikation
Man
kann es kaum glauben, aber die Fotografie, und speziell die digitale
Fotografie hat in den vergangenen 20 Jahren einen maßgeblichen
Einfluss auf unsere tägliche Kommunikation genommen.
So ist es beispielsweise möglich, mithilfe ganz einfacher Digitalkameras,
Camcorder und heute, Handy-Kameras, Bilder und Videos in die ganze
Welt zu senden, die gerade erst aufgenommen wurden. Besonders deutlich
wird dies durch spektakuläre Katastrophen wie beispielsweise
der 11. September 2001, als zwei Flugzeuge in die Twin-Tower von New
York rasten und damit den Taliban-Krieg in Afghanistan erst mit voller
Kraft entfachten.
Eigentlich seit Beginn der Photografie werden Bilder eingesetzt
um Botschaften in die Welt zu bringen. Waren es im 19. Jahrhundert
lediglich einzelne Fotos für Tageszeigungen oder Zeitschriften,
so entdeckte Adolf Hitler während seiner 15-jährigen Terrorherrschaft
in Deutschland in den 1930er und 40er Jahren die Macht des Bildes
und der Sprache für Propaganda und Beeinflussung der Massen.
Seit Ende des zweiten Weltkrieges wurden Bilder und Filme überwiegend
von der Werbe- und Unterhaltungsindustrie eingesetzt. Natürlich
werden seit Ende des zweiten Weltkrieges auch weiterhin politische
Botschaften verbreitet und veröffentlicht, doch nun helfen
die Bilder mehr, die wahre Politik der Regierungen transparent zu
machen und weniger, den Menschen politisch so zu beeinflussen, wie
es zu Hitlers Zeiten noch möglich war.
Mit Einführung der Digitaltechnik für Fotografie, und
vor allem seit dem Boom des Internets für den Endverbraucher
erreicht die digitale Fototechnik ganz andere Dimensionen. Die ursprünglich
klobigen und teuren Digitalkameras und Camcorder sind zu ganz kleinen,
aber sehr effizienten und leistungsfähigen Handy-Kameras mutiert,
die jedem Endverbraucher mehr oder weniger geschenkt werden, weil
sie in jedem gängigen Handy bereits standardmäßig
mit eingebaut sind. Somit wird es möglich, dass so gut wie
kein Ereignis der Öffentlichkeit mehr verborgen bleibt, weil
heutzutage jeder Mensch ein Handy bei sich trägt.
Was im 20. Jahrhundert noch wie eine futuristische Vision anmutete,
ist heute zur selbstverständlichen Realität geworden,
nämlich die so genannte Videotelefonie. Heute ist es möglich,
mit jedem Menschen auf der ganzen Welt in Echtzeit und mit Echtbildern
zu kommunizieren. Dies nutzen nicht nur computersüchtige IT-Junkies
als Freizeitvergnügen, sondern vor allem Großunternehmen
für wichtige Meetings und Sitzungen. Die Sitzungsteilnehmer
kommunizieren aus ihren eigenen Büros heraus; niemand braucht
heute mehr lange Dienstreisen auf sich zu nehmen; das spart Kosten
und vor allen Dingen sehr viel kostbare Arbeitszeit. Rundreisen
buchen zwar immer noch Geschäftsleute, doch diese Domän
wird früher oder später überwiegend nur noch bei
den Touristen zu finden sein.
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